Programm 01.04.2022
14:30 Uhr

Grundschule

 
Andrea Lemm.jpeg

Analoge Arbeitsaufträge digital umsetzen in der Grundschule
Andrea Lemm

Wenn es darum geht, digitale Medien bwz. Endgeräte im
Unterricht einzusetzen, stellt sich häufig die Frage nach konkreten Umsetzungsbeispielen bzw. -möglichkeiten. Und so wird im Rahmen dieses Webinars aufgezeigt, wie Inhalte bzw. ganz konkrete Arbeitsaufträge aus Lehrwerken und Arbeitsheften durch eine digitale Herangehensweise in
motivierender, kreativer, vor allem aber auch in nachhaltiger Weise umgesetzt werden können - und analog digital bzw. digital analog nicht ausschließt.

Dr. Annette Schulze.jpg

Allen Kindern eine Stimme geben: Junior-Medienexpert:innen gestalten und dokumentieren eigene Lernerfahrungen
Dr. phil. Annette Schulze

Gerade den Kindern in der Grundschule mangelt es häufig an Ausdrucksmöglichkeiten: Schreiben müssen sie erst noch lernen und ausreichende Ausdrucksformate sind für den Rahmen Schule auch noch nicht vorhanden. Mit digitalen Medien erweitert sich die Ausdrucksmöglichkeit exponentiell, denn die Kinder können Bilder, Audioaufnahmen, Videos und weitere technische Möglichkeiten dazu nutzen, ihre Lernprozesse und -ergebnisse festzuhalten und anderen zu zeigen. Gleichzeitig erwerben die Schüler*innen grundlegende Medienkompetenz, die sie zukünftig vielfältig einsetzen können. Lernprozesse können nicht nur digital festgehalten und begleitet, sondern auch Lehrprozesse medial und individuell angepasst und damit einen wesentlichen Beitrag zur Schulentwicklung geleistet werden.
Mit der „digitalen Werkstatt Grundschule“ zeige ich Ihnen ein Konzept, mit dem die Schüler*innen bereits ab der ersten Grundschulklasse die notwendige Gestaltungskompetenz erwerben und damit ihre Lernerfahrungen vielfach digital unterstützt präsentieren und ausdrücken können. Mit Hilfe der erlernten Kompetenzen im Bereich Fotografie, Bildbearbeitung, Erstellung digitaler Texte, Videoaufnahmen und digitalen Präsentationsmöglichkeiten werden die Kinder zu Junior-Medienexpert:innen ausgebildet. Die dort erworbene Gestaltungskompetenz nutzen sie wiederum, sich selbst und ihr Können zu präsentieren, Lernerfahrungen zu dokumentieren und zu reflektieren. Den Lehrer*innen wird damit ein medial aufbereiteter und digital festgehaltener Einblick in die individuellen Lernprozesse gegeben. Ein Schatz, den es zu heben gilt.

Sek I / Sek II

 
Joachim Oest.jpeg

Das iPad im Fach Wirtschafts-/Gemeinschaftskunde
Joachim Oest

Wirtschafts- und Gemeinschaftskundeunterricht hat oft mit fehlenden Kompetenzen im Bereich der Anschaulichkeit und dem Denken in Modellen zu kämpfen. In dieser Session werden verschiedene Möglichkeiten gezeigt, diesen Phänomen entgegenzuwirken. Folgende Inhalte sind vorgesehen: Nach einer kurzen Einführung in das digitale Whiteboard Mural werden die Teilnehmenden eigene Modelle entwickeln und so die Möglichkeit kennen lernen, eine Unterrichtsstunde – differenziert – komplett mit Mural durchzuführen. Die Session richtet sich an Wirtschafts- und GemeinschaftskundelehrerInnen aller Schularten im SEK I-Bereich. Mit der Grundbedienung des iPads sollten die Teilnehmenden vertraut sein, Sie benötigen keine vorinstallierten Apps.

Dr_Orfeas_Dintsis_COACHING$FUTURE_klein.jpeg

Berufsorientierung 4.0: Was müssen Zukunftsmacher*innen können?
Dr. Orfeas Dintsis

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant. Im Vortrag beleuchten wir, welche Berufe neu entstehen und welche Zukunftskompetenzen für diese Arbeitswelt 4.0 benötigt werden. Hier kann man digitale Kompetenzen als besonders kritisch bezeichnen. Wie aber können wir jungen Menschen auf diese Anforderungen vorbereiten? Um das zu erreichen, muss Berufsorientierung neue Wege gehen. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Best-Practice-Beispiele expedition d und das brandneu hybride Lerntool zum Thema „Digitale Kompetenzen“ der Baden-Württemberg Stiftung und ihrer Partner Südwestmetall und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Georg Wohlfeld.jpg

Gamification im Unterricht Am unterrichtsübergreifenden Feedback im Rollenspiel
Georg Wohlfeld

Unterrichtsstrukturierung und Classroom-Management sind grundlegende Elemente des heutigen Lehrberufs. Diese mit Unterrichtsmotivation und Schülerbeteiligung zu verknüpfen, scheint häufig eine herausfordernde Aufgabe. Um diese Herausforderung „spielend“ zu meistern, stelle ich im Rahmen dieses Vortrags die Möglichkeit der Gamification unterrichtsbegleitender Aufgaben vor und erörtere Vor- und Nachteile der Einbindung ebendieser in das Klassenzimmer. Teile des Vortrags sind das Konzept Gamification allgemein und die Darstellung praktischer Anwendungsbeispiele.
 

Der Fokus des Angebots liegt auf den Klassen 6-9, jedoch sind natürlich Lehrende aus allen Bereichen herzlich Willkommen.

SoPäd

 
Christine Becker PT 2.JPG
Markus Knab.JPG

Das iPad als Kommunikationshilfe: Einsatzmöglichkeiten im Unterricht am SBBZ

Christine Becker, Markus Knab

Besonders für Schüler und Schülerinnen, die nicht sprechen oder sich nur schwer verständlich mitteilen können, bietet die weite Verbreitung von Tablets im Alltag und in der Schule neue Möglichkeiten. Durch den Einsatz der Sprachausgabe wird das Medium zur Kommunikationshilfe, also zur Stimme des Kindes. Dies ist auch möglich für Menschen, die (noch) nicht lesen und schreiben können.

In der Veranstaltung stellen wir geeignete Apps zur Kommunikation (MetatalkDE, GoTalk Now) und zur Diagnostik (Tipp Mal) vor. Die Teilnehmer:innen erhalten einen ersten Einblick in Funktion, Inhalt und Einsatzmöglichkeiten solcher Apps.

Darüber hinaus möchten wir vom Einsatz dieser Apps in unserem Unterrichtsalltag an den SBBZen mit dem Förderschwerpunkt geistige und körperlich-motorische Entwicklung berichten. Dort sind viele Schülerinnen und Schüler auf ein iPad als Kommunikationshilfe angewiesen sind.

 

Übergreifender Themenbereich

Tobias Erles.png

Notenverwaltung und digitale Klassenbücher am Beispiel von Teachertool
Tobias Erles

Die Session richtet sich an alle Lehrkräfte, die einen Messenger im schulischen Einsatz sehen möchten. Die vorgestellten Messenger werden in erster Linie für die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer genutzt (besonders interessant im Fernunterricht), aber auch für die Kommunikation und Organisation innerhalb der Schule, also zwischen der Schulleitung und dem Kollegium oder den Lehrern untereinander. Mittlerweile haben viele Messenger zusätzliche Funktionen (Videokonferenzsystem, Umfragen, …) auf die wir auch eingehen möchten. Diese Szenarios werden beispielhaft an Threema Work, dem Iserv Messenger und dem Messenger Sdui vorgestellt.  

image002.jpeg

Cybermobbing
Dr. Meike Uhrig

Die Session eignet sich für Lehr- und Fachkräfte aller Schularten und Klassenstufen, die gerne einen Überblick über Zusammenhänge und Prinzipien von Cybermobbing erhalten und allgemeine Möglichkeiten der Prävention kennenlernen möchten. In dieser Session wird Ihnen Dr. Meike Uhrig zunächst die grundlegenden Charakteristiken von Cybermobbing vorstellen. Anhand konkreter Beispiele populärer Cybermobbing-Fälle wird die Wechselwirkung zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung exemplarisch dargestellt. Möglichkeiten der Prävention und Ansprechpartner*innen werden vorgestellt. Nach dem einleitenden Informationsteil werden mögliche „Schutzmaßnahmen“ vorgestellt, anhand derer Kinder/Jugendliche für spezifische Gefahren im Bereich digitaler Medien sensibilisiert und im Umgang mit digitalen Medien im Allgemeinen und mit Cybermobbing im Speziellen geschult werden können. Keine zusätzlichen technischen Voraussetzungen erforderlich.

Jacob-Chammon_c_Phil-Dera_PHD_4222.jpg

Schulleitung als Leadership - digitale Schulentwicklungsprozesse gestalten und verantworten
Jacob Chammon

Die digitale Transformation bringt neue Formen des Lernen und Arbeitens mit sich. Sie stellt auch neue Anforderungen an pädagogische Führungspersonen. Schulleitungen und ihre Teams stehen vor der Aufgabe, die Potenziale digitaler Medien lernförderlich in den Einsatz zu bringen und Räume zu schaffen, die individuell bestmögliche Lernfortschritte erreichbar machen. Wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass Schulleitungsteams Verantwortung für die Steuerung von Prozessen der Schul- und Unterrichtsentwicklung übernehmen. Dies gelingt vor allem dann, wenn sich ihr Führungsstil durch ein hohes Maß an Empathie auszeichnet und Veränderungsprozesse durch Formate der Beteiligung die gesamten Schulgemeinde einbinden. Idealerweise fungiert die Schulleitung durch ihren Führungsstil als Vorbild. Auch in Hinblick auf ihre Fehlerkultur. Wer neben Erfolgen auch Fehlschläge reflektiert und andere am eigenen Lernprozess teilhaben lässt schafft Nähe und trägt dazu bei, dass auch das Kollegium und Schüler:innen sich ermutigt fühlen, in Verantwortung für ihre je eigenen Lernprozesse zu gehen.
Vor dem Hintergrund seiner eigenen Berufsbiografie stellt Jacob Chammon – geschäftsführender Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung und ehemaliger Schulleiter - in seiner Keynote Aufgaben- und Verantwortungsfelder schulischer Führungskräfte dar. Im Zentrum steht die Frage, wie die Gestaltung digitaler Schulentwicklungsprozesse gelingen kann. Als gebürtiger Däne bringt er Beispiele aus dem dänischen Schulsystem mit – und reflektiert über Länderunterschiede.

Mädchen Studieren

Selbstgesteuertes Lernen u. Kernkompetenzen für das digitale Zeitalter fördern durch zeitgemäße Lernräume u. -formen
Dr. Yvonne Tröster

Die Session eignet sich für Lehrkräfte aller Schularten und Fächer, die digitale Medien im Unterricht nicht nur als Ersatz für analoge Medien nutzen möchten, sondern offen dafür sind, digital gestützte Lernprozesse in die Verantwortung der Lernenden zu übertragen und eine veränderte Rolle von Lehrkräften annehmen möchten. Dazu zählt die Bereitschaft, Aufgaben so zu stellen, dass Lernende den Weg zum Ziel wesentlich mitgestalten und das Potenzial digitaler Medien ausschöpfen.
In dieser Session wird Ihnen Dr. Yvonne Tröster das Projekt „school of tomorrow – futureclassrooms“ der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen (Gewinner des Preises digitalheroes@klassenzimmer 2021) vorstellen, bei dem ein Lernraum nach dem Lernzonenprinzip entstanden ist und wo mithilfe digitaler Medien zeitgemäße, projektartige Lernformen erprobt werden. Diese sollen die individuelle Förderung verbessern sowie notwendige Kernkompetenzen (4-K-Modell) für das digitale Zeitalter - in welchem die Fähigkeit lebenslang zu lernen immer bedeutsamer wird - fördern. Sie lernen während der Session aber auch die mit den zeitgemäßen Lernformen verbundenen Herausforderungen und erste Lösungsansätze kennen und diskutieren mögliche weitere methodisch-didaktische Lösungsansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Schließlich entwickeln Sie in der Session eigene Ideen zum Einsatz der Lernformen in Ihrem Unterricht. Es ist sinnvoll, wenn Sie zur Session eine eigene Lerneinheit mitbringen, die Sie gerne projektartig gestalten würden.

Bernd Sippel.JPG

Erklärfilme mit Explain Everything
Bernd Sippel

Schülerinnen und Schüler greifen nahezu täglich auf Erklävideos zurück. Der Vorteil zum Unterricht besteht darin, den Film jederzeit anhalten und zurückspulen zu können, um nicht verstandene Inhalte einfach sofort nochmals erklärt zu bekommen. In der Flipped-Classroom-Methode bekommen Schülerinnen und Schüler die Erklärfilme als Hausaufgabe und setzen die neuen Inhalte in der Schule zusammen mit den LuL vor Ort um. In diesem Workshop lernen Lehrerinnen und Lehrer, eigene Erklärvideos mit der App "Explain Everything" zu erstellen. Außerdem lernen sie Werkzeuge kennen, welche sie ihren Schülerinnen und Schüler an die Hand geben können, damit diese ihre eigenen Erklärfilme erstellen können und damit vom Konsumenten zum Produzenten werden können. Mit der aktiven kreativen Auseinandersetzung mit Unterrichtsinhalten können diese besser gelernt und behalten werden.
Wenn möglich, sollte folgende App auf Ihrem iPad zur Verfügung stehen:
Explain Everything

Mario Liftenegger.jpg

TaskCards – Einführung in die Arbeit mit digitalen Pinnwänden
MMag. Dr. Mario Liftenegger

Die Session richtet sich fächerübergreifend an Lehrkräfte der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II, die einen ersten Einblick in die Erstellung und den Einsatz von digitalen Pinnwänden im Unterricht erhalten möchten. Vorwissen oder eigene Erfahrungen in diesem Bereich sind nicht notwendig. Fortgeschrittene User:innen sind herzlich eingeladen ihre Erfahrungen mit TaskCards aktiv einzubringen. Der Einsatz von digitalen Pinnwänden erfreut sich seit der Phase des Distance Learnings enormer Beliebtheit. Der Fokus dieser Session liegt in der Vorstellung der DSGVO konformen Variante einer digitalen Pinnwand, sowie in der Präsentation der methodisch-didaktischen Grundlagen, die zur Erstellung notwendig sind. Neben der klassischen Funktionalität des kooperativ und/oder kollaborativ Arbeitens mit der Pinnwand im Unterricht, bieten TaskCards auch die Möglichkeit eine interaktive Karte, eine Zahlenstrahl sowie einen Blog zu erstellen. Somit ergeben sich völlig neue Einsatzmöglichkeiten für den Unterricht, die exemplarisch thematisiert werden.  Nach einer kurzen theoretischen Einführung über den Einsatz von TaskCards im Unterricht, wird die DSGVO konforme Pinnwand vorgestellt und von den Teilnehmenden praktisch erprobt. Die Teilnehmenden erhalten den Zugang zu der Plattform über einen Link, der während der Session geteilt wird. Um die Plattform in vollem Umfang ausprobieren zu können, wird empfohlen sich einen Account unter https://www.taskcards.de/#/register/user anzulegen.